CO2-MessgerĂ€te - Gesundes Raumklima fĂŒr bessere LuftqualitĂ€t
Kohlendioxid (CO2) ist ein unvermeidbares Abbauprodukt der Atmung und von AusdĂŒnstungen von Menschen und Tieren. AuĂerdem entsteht es bei der vollstĂ€ndigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Stoffe. Erreicht die CO2-Konzentration bzw. die Gesamtmenge an organischen Emissionen in der Atemluft in einem geschlossenen Raum bestimmte Werte, kann sich dies in unterschiedlichen Reaktionen Ă€uĂern:
- allgemeinem Unwohlsein
- KonzentrationsschwÀchen
- Kopfschmerzen
- ernsthaften gesundheitlichen BeeintrÀchtigungen
- Extremfall: tödliche Wirkung
Entwicklung der CO2-Konzentration im Raum
CO2 kommt in der natĂŒrlichen Umgebung mit einer durchschnittlichen Konzentration von 4 ppm in der Raumluft von InnenrĂ€umen vor. Vor allem in kleinen, schlecht oder nicht gelĂŒfteten RĂ€umen oder in einem ungelĂŒfteten Raum mit vielen Personen steigt die CO2-Konzentration schnell an. Schon ab 1 ppm spricht man von erhöhter Konzentration â mehr sollte in einem Raum nicht auftreten.
Bei mehreren Personen in einem ungelĂŒfteten Raum treten schnell 25 ppm und mehr auf. Bei einer Konzentration von ĂŒber 14 ppm spricht man bereits von geringer RaumluftqualitĂ€t, die das Wohlbefinden verschlechtert (KonzentrationsschwĂ€che, SchlĂ€frigkeit usw.).
Der Mensch kann CO2 nicht direkt wahrnehmen, es ist geruch- und farblos. Subjektiv spricht man bei höherer Konzentration von âschlechter Luftâ, da hohe CO2-Konzentrationen meist von AusdĂŒnstungen begleitet sind und man sich nicht wohl und konzentriert fĂŒhlt.
MaĂnahmen gegen eine zu hohe CO2-Konzentration
Die wirksame GegenmaĂnahme heiĂt âLĂŒftenâ. Wird der Raum nicht zwangsbelĂŒftet, muss regelmĂ€Ăig manuell Frischluft ĂŒber Fenster/TĂŒren zugefĂŒhrt werden.
Kohlendioxid-MessgerĂ€te bzw. CO2-MessgerĂ€te als spezialisierte Umweltmesstechnik erfassen gezielt ĂŒber einen speziellen CO2-Sensor den Kohlenstoffdioxid-Gehalt in der Raumluft. ZusĂ€tzlich werden meist noch weitere Klimawerte wie Temperatur und Luftfeuchte gemessen. Somit können sie bei Erreichen bestimmter Konzentrationen warnen.
Wie funktioniert ein CO2-MessgerÀt?
Kohlendioxid hat die Eigenschaft, auf eine charakteristische Weise kurzwellige Infrarotstrahlung zu absorbieren. Dies nutzt man in der CO2-Sensortechnik aus. Dabei wird das Gas in eine Messkammer gefĂŒhrt. In dieser befinden sich eine spezielle IR-Lichtquelle, ein Interferenzfilter, der speziell auf die Absorptions-WellenlĂ€nge von CO2 ausgerichtet ist, und ein IR-EmpfĂ€nger. Dieser misst die auftreffende Lichtmenge und gibt diesen Wert aus. In der anschlieĂenden Auswerteelektronik wird diese in einen Gaskonzentrationswert umgesetzt.
Bei einigen dieser Sensoren wie z. B. dem Vaisala CARBOCAP-Sensor ist der Infrarot-Filter abstimmbar. So kann neben der eigentlichen CO2-Messung zusÀtzlich ein Referenzwert erfasst werden und somit Alterungserscheinungen wie z. B. Verunreinigungen in der Messkammer kompensiert werden.
CO2-MessgerĂ€te mit CO2-Ampel als ĂŒbersichtliche Anzeige
Einfache Kohlenstoffdioxid-MessgerĂ€te zeigen neben Temperatur und Luftfeuchte den CO2-Gehalt als Wert an. Umfangreich ausgestattete CO2-Messer verfĂŒgen ĂŒber eine farbige RaumluftqualitĂ€tsanzeige in Form einer Ampel, die die derzeitige LuftqualitĂ€t anzeigt und so warnt. Dabei können bei einer derartigen CO2-Ampel oft die zuzuordnenden Schwellwerte individuell eingestellt werden, um das GerĂ€t an die jeweilige Einsatzumgebung anzupassen.
Hat das GerĂ€t eine Logger-Funktion, zeichnet es den Verlauf der Konzentration ĂŒber einen bestimmten Zeitraum auf, so kann man VerlĂ€ufe analysieren und ggf. entsprechende GegenmaĂnahmen vorausschauend vorsehen wie etwa LĂŒftungsintervalle planen.
Automatisierte CO2-Messer
SchlieĂlich eignen sich bestimmte CO2-MessgerĂ€te fĂŒr die Anbindung an die GebĂ€udetechnik bzw. Hausautomation. Dabei werden diese meist per WLAN in eine entsprechende Software oder IoT-Dienste (z. B. IFTTT â hier werden anhand der Konzentrationswerte Schwellwerte gebildet, die wiederum SchaltvorgĂ€nge auslösen können) eingebunden. Diese ermöglichen es wiederum, Warnungen auszusenden wie z. B. auf das Smartphone oder ĂŒber eine Sprachbox, oder aber direkt LĂŒftungsmaĂnahmen einzuleiten.
So kann man in WohnrĂ€umen, BĂŒros, KlassenrĂ€umen, KonferenzrĂ€umen usw. voll automatisiert ein Raumklima erhalten, das den Aufenthalt angenehm macht und die LeistungsfĂ€higkeit erhĂ€lt.