Kaufberatung Schalt-Mess-Steckdosen
Mit welcher smarten Steckdose Sie bequem am besten Geld sparen
Ob Kaffeemaschine, Gartenpumpe oder Balkonkraftwerk: Mit vernetzten Steckdosen, sogenannten Schalt-Mess-Steckdosen, können Sie „dumme” Geräte smart machen, Strom sparen und Ihr Zuhause fit für die Energiewende machen. Mit diesen Tipps finden Sie die richtige Smart-Home-Schalthilfe.
Nicht alle Elektrogeräte lassen sich ab Werk per App, Sprache oder Sensorautomatik steuern. Aber dabei muss es nicht bleiben. Vorhandene Fernseher, Ventilatoren, Kaffee- und Waschmaschinen, Gartenpumpen, Elektrogrills und Wegeleuchten können Sie einfach nachrüsten. Möglich machen dies smarte Steckdosen. Sie werden oft WLAN-Steckdosen oder Zwischenstecker genannt, selbst wenn es sich um Modelle handelt, die andere Funkprotokolle verwenden.
Wie funktioniert eine smarte Steckdose?
Smarte Steckdosen sind die moderne Variante herkömmlicher Steckeradapter mit Zeitschaltuhr. Die Steckdosen, funken mit WLAN, Bluetooth, ZigBee, 868 MHz oder anderen Protokollen. Sie wird zwischen der Wandsteckdose und dem Verbrauchsgerät platziert. Wenn das Gerät nicht gebraucht wird, wird es auf Wunsch automatisch vom Hausnetz getrennt oder wenn Sie per Smartphone, Smart Speaker und Funktaster dafür sorgen.
Darum lohnen sich smarte Zwischenstecker
Schalt-Mess-Steckdosen helfen beim Lastmanagement und versorgen Geräte mit Strom, wenn Ihre PV-Anlage beispielsweise viel günstige Energie liefert. Das ist nicht nur bequem, sondern hilft auch, langfristig Geld zu sparen. Mit ihnen können Sie kostspielige Energiefresser im Haushalt viel einfacher entlarven und aus dem Verkehr ziehen. Daher rechnen sich Verkaufspreise zwischen 20 Euro und 50 Euro schnell. Obendrauf gibt es ein kaum in Geld bemessbares Plus an Bedienkomfort.
Die Auswahl an smarten Zwischensteckern ist groß. Wie Sie das passende Modell für Ihr Smart Home finden, klärt diese Kaufberatung.
Standby-Verbrauch und Geld sparen
Statt stumpf nach Uhrzeit verbinden und trennen die smarten Steckadapter Verbrauchsgeräte zudem zum Sonnenuntergang und Sonnenaufgang oder wenn ein Bewegungsmelder Alarm schlägt.
Standortabhängiges Schalten (Geofencing) aktiviert die smarte Steckdose, wenn man sich dem Haus mit dem Smartphone in der Hosentasche nähert, und schickt sie in den Dämmerschlaf, wenn man sich davon entfernt – oder umgekehrt.
Im Ergebnis schalten die Zwischenstecker etwa das Wegelicht morgens aus, wenn es draußen hell wird. Zudem schieben die Schaltadapter dem ausufernden Standby-Verbrauch der Unterhaltungstechnik rund ums TV-Gerät oder der Computerlandschaft am Homeoffice-Schreibtisch einen Riegel vor. Gerade bei großen Fuhrparks ist das Einsparpotenzial hoch.
Viele Schaltsteckdosen messen zusätzlich den Stromverbrauch. Das hilft Ihnen, Energiesünder zu entlarven. Auch Einspeisevorgänge erfassen manche Modelle. Dadurch können Sie die Ladezeiten etwa von E-Autos und E-Bikes in Zeitfenster verschieben, in denen Ihre Solaranlage günstige Energie bereitstellt.

Wie viel Strom braucht eine smarte Steckdose?
Eine smarte Steckdose hat einen Eigenverbauch von 0,2 bis 1,5 Watt.
Mehr Bedienkomfort zuhause und unterwegs
Außer Kosten senken können smarte Zwischenstecker die Wohnqualität erhöhen. So schalten die Stecker mit Sensorzubehör Geräte bei Bedarf von selbst ein, damit Sie nicht daran denken müssen. Registriert ein Bodenfeuchtesensor einen ausgetrockneten Rasen, sorgt eine smarte Steckdose für eine Dusche aus dem Viereckregner.
Auf Wunsch steuern Sie die Technik manuell statt automatisch, aber bequem mit hochgelegten Füßen von der Couch oder Gartenliege aus. Sich dort vom „dummen“ Ventilator kühlende Luft zufächeln zu lassen, ist ein Leichtes. Haben Sie das Haus verlassen und der Rotor läuft versehentlich weiter? Fällt Ihnen das unterwegs ein, klemmen Sie dessen Strom einfach per Handy übers Internet ab.

Die richtige Schalt-Mess-Steckdose finden
Welche smarten Steuertricks Funk-Zwischenstecker draufhaben und welche Voraussetzungen Ihr Smart Home dafür erfüllen muss, schwankt je nach Modell und dessen Begleit-Software. Aber auch Klassisches wie die Bauweise sollte zu Ihrem Bedarf passen.
Smarte Talente und Voraussetzungen
Wenn WLAN reicht: Viele Modelle funken mit Wi-Fi, also WLAN. Als Vermittlungsstelle zum Smartphone und Internet reicht ein entsprechender Router, der in den meisten Haushalten sowieso vorhanden ist. Allerdings sind WLAN-Steckdosen energiehungriger als welche mit anderen Funktechniken. Bei Signalproblemen brauchen Sie kostspielige Repeater.
Sparsamer und robuster funken: Stecker mit Thread und ZigBee sind energiesparsam und spinnen im eingebauten Mesh-Verfahren untereinander ein Funknetz, das Steuersignale verstärkt. Weitere reichweitenstarke und energieeffiziente Standards sind DECT-ULE sowie welche auf Basis von 868 MHz und 433 MHz. Aber alle brauchen für den Kontakt zum WLAN-Heimnetz zusätzlich eine Basisstation – Access Point, Control Unit, Gateway, Hub, Bridge oder Controller genannt. Deren zusätzlicher Energiebedarf relativiert die Sparsamkeit der Steckdosen. Ihr Einsatz rechnet sich aber, wenn Sie damit viele genügsame Komponenten managen. Für ein Minimalszenario eignen sich Bluetooth-Steckdosen. Sie verbrauchen auch wenig Strom und lassen sich direkt per Smartphone steuern – aber nur aus nächster Nähe.
Schaltfunktionen: In den Hersteller-Apps sind manuelles Ein- und Ausschalten sowie Schalten zu festen Uhrzeiten und ein Ausschalt-Countdown Standard. Zu den Extras zählen Zeitautomatiken zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang oder unregelmäßiges Schalten, um etwa mit an- und ausgeknipstem Licht Anwesenheit zu simulieren. Das Automatikangebot schwankt, Geofencing fehlt öfters.
Messfunktionen: Eine Energieverbrauchsanzeige gibt es häufig. Hingegen noch selten ist der Check der Gegenrichtung, das bidirektionale Messen. Dadurch erfahren Sie, wie viel eine Solaranlage ins Hausnetz oder einen Batteriespeicher einspeist und etwa fürs Akkuladen verfügbar ist.
Ausbauoptionen: Soll Ihr Smart Home wachsen, bevorzugen Sie Steckdosen-Hersteller, die etwa auch smarte Lampen, Heizungsthermostate, Bewegungsmelder, Wandschalter und Sicherheitskameras bieten. Das Zusammenspiel klappt besser, wenn Sie alles mit der gleichen Marken-App regeln.
Sprach- und Zusatzdienste: Schalt-Mess-Steckdosen harmonieren immer mit Amazon Alexa oder Google Home respektive Google Assistant und Google Gemini, seltener mit Apple Home und Siri. Spricht der Stecker die Smart-Home-„Weltsprache“ Matter, erhält er Zugang zu den drei und weiteren Plattformen. In dem Fall steuern Sie ihn über deren Apps. Diese bieten manchmal mehr Gerätekombinationen und Sensorautomatiken, aber beherrschen meist weniger Schalt- und Messtricks als die Software der Stecker-Hersteller.
Was ohne Cloud geht: Streikt das Festnetz, halten sich Zwischenstecker meist trotzdem an die programmierten Zeitpläne, weil sie lokal gespeichert sind. Allerdings gilt: Ob Sie die Steckdosen ohne Internet per Smartphone manuell bedienen und ihnen neue Automatiken beibringen können, hängt von der App und Basisstation des Herstellers ab. Nicht alle bieten einen Offline-Betrieb.

Die passende Bauweise und Elektrik
Steckplätze und Design: Für drinnen sind smarte Zwischenstecker mit einer Buchse üblich. Seltener finden Sie Steckerleisten mit drei bis vier Plätzen. Die Gehäuse sind meist Weiß. Modelle wie HmIP-PSM-2-A gibt es auch passend zu Wohnstilen in Anthrazit.
Draußen wählen Sie zwischen Einer- und Zweifach-Zwischensteckern sowie Standsäulen mit zwei bis vier Buchsen. Rare Ausnahmen sind Outdoor-Modelle mit einer Stecker-Zuleitung. Diese ist praktisch, um die Buchse erhöht oder weiter weg vom Wandauslass etwa in der Nähe eines Balkonkraftwerks zu platzieren.
Schaltleistung: Achten Sie darauf, dass Ihre Verbrauchsgeräte nicht mehr Durst haben, als der Zwischenstecker zu löschen vermag. Einfache Modelle handhaben eine Last von 2200 Watt – das reicht für den Alltag vollkommen aus. Hängen jedoch etwa im Garten mehrere Großgeräte an der Strippe, sollte der Stecker 3000 Watt und mehr verkraften.
Draußen zu Hause: Outdoor-Modelle müssen gemäß Schutzklasse IP44 oder besser abgedichtet sein, damit sie mindestens groben Schmutz und Spritzwasser von der Elektronik fernhalten. Zudem dürfen Außenstecker ruhig ihre Klappe weit aufreißen. Können Sie den Schutzdeckel um 180 Grad aufklappen oder ganz abnehmen, kommt er selbst großen Netzteilen nicht in die Quere.

Fazit
Schalt-Mess-Steckdosen sind ideal für den Einstieg ins Smart Home. Sie machen viele „dumme“ Elektrogeräte auf Anhieb smart. Dadurch sparen Sie sich große Ersatzkäufe und bändigen den Standby-Verbrauch. Automatische Schalttalente jenseits von Zeitplänen machen das Leben zudem bequemer.
Bei der Auswahl achten Sie auf Zwischenstecker, die zu Ihrem Smart-Home-System passen oder sich nahtlos zu einem erweitern lassen. Seien Sie beim Funktionsumfang wählerisch. Etwa eine Einspeiseanzeige für Balkonkraftwerke gibt es nicht überall. Berücksichtigen Sie auch klassische Elektro-Talente wie eine hohe Schaltleistung oder eine praktische Zuleitung. Nur, wenn innere und äußere Werte stimmen, finden Sie den besten Steckadapter für sich.