Fußbodenheizung smart & effizient steuern
Fußbodenheizung im Smart Home nachrüsten
Ihre Fußbodenheizung läuft rund um die Uhr, auch wenn niemand zu Hause ist? Mit einer smarten Steuerung sparen Sie Energie und gewinnen Komfort. Wir zeigen Ihnen, welche Lösungen es gibt und was Sie beachten müssen.
Viele Haushalte verschenken jeden Monat bares Geld, weil ihre Fußbodenheizung unkontrolliert vor sich hin heizt. Morgens verlassen Sie das Haus, abends kommen Sie zurück – dazwischen wärmt die Heizung munter leere Räume. Aber es geht auch anders. Mit einer smarten Steuerung über Fußbodenheizungscontroller oder Wandthermostate regeln Sie die Temperatur genau dann und dort, wo Sie sie brauchen. Das Gute daran: Die Technik rechnet sich meist schon nach zwei Jahren.
Warum lohnt sich eine smarte Heizungssteuerung?
Eine Investition in smarte Heizungssteuerungen lohnt sich, da diese anders arbeiten als klassische Heizungssteuerungen und dadurch die Energiekosten deutlich senken. Bei smarten Heizkörperthermostaten sind bis zu 30 % Einsparung im Smart Home möglich, bei smarten Fußbodenheizungen fallen die Werte durch die andere Bauart etwas geringer aus, liegen aber immer noch im zweistelligen Prozentbereich. Stellen Sie sich ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit jährlichen Heizkosten von 2500 Euro vor. Bei 15 % bis 20 % Einsparung bleiben 400 bis 500 Euro mehr im Portemonnaie – Jahr für Jahr. Die smarte Steuerung passt die Temperatur an Ihre Gewohnheiten an und heizt Räume rechtzeitig auf, damit es zur richtigen Zeit mollig warm ist.
Klassische und smarte Fußbodenheizung im Vergleich
Bei einer wassergeführten Fußbodenheizung verlaufen Rohrleitungen im Estrich unter dem Fußboden. Warmes Heizwasser durchströmt diese Rohre und gibt die Wärme gleichmäßig an den Raum ab. Alle Heizkreise laufen in einem zentralen Heizkreisverteiler zusammen, der meist im Bad, Technikraum oder Hauswirtschaftsraum untergebracht ist. An jedem Heizkreis sitzt ein Stellantrieb, der das Ventil öffnet oder schließt. Bei einer herkömmlichen Anlage reagieren diese Antriebe auf die Temperatureinstellung eines einfachen Raumthermostats. Ist es im Raum kälter als die die Wunschtemperatur, öffnet das Ventil komplett, ist es zu warm, schließt es komplett. Genau hier setzen die smarten Lösungen an.
Ein klassisches Heizkörperthermostat funktioniert an der Fußbodenheizung nicht. Der Grund ist simpel: Eine Fußbodenheizung reagiert deutlich träger. Während ein Heizkörper binnen Minuten warm wird und den Raum aufheizt, braucht der Estrich unter Ihren Füßen mehrere Stunden. Er speichert die Wärme wie ein riesiger Akku und gibt sie langsam ab.
Genau diese Trägheit macht eine intelligente Steuerung so sinnvoll. Einfache Raumthermostate für die Fußbodenheizung mit ihrem simplen Auf/Zu-Prinzip können nicht vorhersehen, wann Sie Wärme brauchen. Sie reagieren erst, wenn es bereits zu kalt ist. Und dann dauert es Stunden, bis die Fußbodenheizung den Raum aufgeheizt hat. Smart Home Systeme wie Homematic IP nutzen adaptive Algorithmen. Sie lernen, wie sich Ihr Haus verhält, und beginnen schon Stunden vorher mit dem Aufheizen, damit es zur gewünschten Zeit exakt die richtige Temperatur hat. Morgens um sieben Uhr soll es im Bad warm sein? Die Steuerung startet bereits um vier Uhr nachts und fährt die Heizung so, dass Sie pünktlich in ein mollig warmes Bad kommen.
Kurzes Absenken für zwei oder drei Stunden bringt bei einer Fußbodenheizung übrigens wenig. Die Masse des Estrichs hält die Wärme ohnehin. Erst bei längeren Abwesenheiten lohnt sich das Herunterregeln wirklich. Und auch hier muss die Steuerung rechtzeitig wieder hochfahren.

Wie kann man die Fußbodenheizung nachträglich smart machen?
Über Fußbodenheizungscontroller oder ein smartes Wandthermostat kann die Fußbodenheizung im Smart Home nachträglich optimiert werden. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie Ihre Heizung aktuell aufgebaut ist und was Sie erreichen möchten.
Lösung 1: Fußbodenheizungscontroller – motorisch
Die Premium-Variante arbeitet mit motorischen Stellantrieben, die das Ventil stufenlos zwischen null und hundert Prozent öffnen können. Das ist ein entscheidender Unterschied zu einfacheren Systemen: Statt nur „ganz auf“ oder „ganz zu“ regelt der Controller präzise nach Bedarf. Ein Raum liegt nur ein Grad unter der Wunschtemperatur? Dann öffnet sich das Ventil nur leicht. Ein anderer Raum ist deutlich kälter? Dort öffnet es sich weiter. So wird jeder Raum gleichmäßig warm, ohne dass es zwischendurch zu heiß wird. Geeignet ist diese Lösung für Neuinstallationen und Wärmepumpen.
Weiterer Vorteil: Die Motoren verbrauchen nur Strom, wenn sie sich tatsächlich bewegen. Im Durchschnitt liegt der Verbrauch eines kompletten Hauses bei gerade mal 0,2 W. Außerdem führt dieser Controller automatisch einen hydraulischen Abgleich durch. Das bedeutet: Er optimiert ständig die Wasserverteilung, sodass jeder Raum exakt die Wassermenge bekommt, die er braucht. Nahe Räume werden nicht mehr überversorgt, ferne Räume nicht mehr unterversorgt. Für einen manuellen hydraulischen Abgleich durch einen Handwerker müssten Sie ansonsten mehrere hundert Euro bezahlen.
Dieser präzise Abgleich senkt die benötigte Vorlauftemperatur – egal ob Sie mit Gas, Öl oder einer Wärmepumpe heizen. Bei Wärmepumpen macht sich das besonders deutlich bemerkbar: Pro Grad niedrigere Vorlauftemperatur sparen Sie etwa 2 bis 2,5 % Strom. Den Controller gibt es in zwei Variante für 8 und 12 Heizkreise.
Lösung Nr.2 : Fußbodenheizungscontroller – 230 V
Wenn bereits thermische Stellantriebe mit 230-V-Anschluss vorhanden sind, ist ein Fußbodenheizungscontroller mit 230-V-Anschluss die naheliegende Wahl, um die Fußbodenheizung smart nachzurüsten. Er kann die vorhandenen thermischen Antriebe weiter nutzen und über ein intelligentes Zeitraster steuern: Benötigt der Raum nur wenig Wärme, öffnet das Gerät das Ventil nur kurz und lässt es anschließend länger geschlossen, zum Beispiel 3 Minuten offen und anschließend 12 Minuten geschlossen. Diese sogenannte Pulsweitenmodulation funktioniert zuverlässig und ist deutlich präziser als die Regelung eines einfachen Raumthermostats.
Es gibt allerdings einen kleinen Haken. Die mechanischen Relais klicken bei jedem Schaltvorgang. Liegt der Verteilerkasten in einer dünnen Wand zum Wohnzimmer, kann das stören. Die Steuerung ist aber bewährt und eignet sich gut zum Nachrüsten in Bestandsanlagen. Den Controller gibt es in Varianten für 6 und 10 Heizkreise, der 10-fach-Variante lässt sich durch Doppelbelegung sogar auf bis zu 15 Zonen erweitern.
Lösung 3: Fußbodenheizungscontroller – 24 V
Er arbeitet technisch identisch wie die 230-V-Variante, nutzt aber 24 V und elektronische Schaltelemente statt Relais. Das macht ihn komplett geräuschlos – ideal, wenn der Heizkreisverteiler in Wandnähe zum Wohnbereich liegt. Allerdings brauchen Sie dafür einen separaten 24-V-Transformator. Die niedrigere Spannung bringt zudem Sicherheitsvorteile bei Wartung und Installation. Verfügbar ist auch diese Lösung mit 6 und 10 Heizkreisen.
Lösung 4: Wandthermostat mit Schaltausgang für Markenschalter
Die einfachste Lösung, um im Smart Home die Fußbodenheizung für einzelne Räume nachzurüsten sind smarte Wandthermostate. Sie ersetzen Ihr vorhandenes Raumthermostat durch ein smartes Modell, das in Standard-Schalterprogramme passt. Das Thermostat gibt es in 230-V- und 24-V-Ausführung passend zu Ihren vorhandenen Stellantrieben. Es misst die Temperatur und schaltet direkt den Stellantrieb am Heizkreisverteiler.
Diese Variante eignet sich besonders, wenn Sie nur einen oder wenige Räume smart machen möchten oder wenn bereits eine Verkabelung zwischen Wandthermostat und Stellantrieb vorhanden ist. Der Nachteil: Sie brauchen für jeden Raum eine eigene Leitung zum Verteiler.
Vergleich smarter Fußbodenheizungslösungen zum Nachrüsten von Homematic IP
Homematic IP bietet verschiedene Fußbodenheizungscontroller und Wandthermostate, mit denen sich eine Fußbodenheizung im Smart Home intelligent nachrüsten lässt. Die folgende Übersicht zeigt die vier Lösungen mit ihren Besonderheiten und Einsatzzwecken.
| Lösung | Fußbodenheizungs- controller – motorisch | Fußbodenheizungs- controller – 230 V | Fußbodenheizungs- controller – 24 V | Wandthermostat mit Schaltausgang |
| Antriebsart | Motorische Stellantriebe, stufenlose Regelung 0-100 % | Thermische Stellantriebe, Pulsweitenmodulation | Thermische Stellantriebe, Pulsweitenmodulation | Thermische Stellantriebe, Pulsweitenmodulation |
| Max. Heizzonen | 8 oder 12 (je nach Modell) | 6 oder 10 (bis zu 15 durch Doppelbelegung) | 6 oder 10 | 1 Raum pro Thermostat |
| Stromverbrauch | Minimal, nur bei Stellbewegung (ca. 0,2 W gesamt) | 3–5 W pro geöffnetem Antrieb | 3–5 W pro geöffnetem Antrieb | Abhängig vom Stellantrieb |
| Lautstärke | Nahezu geräuschlos | Hörbares Klicken der Relais | Komplett geräuschlos (elektronische Schaltung) | Je nach Stellantrieb |
| Besonderheiten | Automatischer hydraulischer Abgleich, LC-Display, optimale Vorlauftemperatur-Absenkung für Wärmepumpen | Einfache Installation bei vorhandener 230-V-Verkabelung | Sicherheits- kleinspannung, benötigt 24-V-Transformator | Direktmontage in Markenschalter-Programmen |
| Betriebsspannung | 230 V oder 24 V | 230 V | 24 V | 230 V (verkabelt) |
| Ideal für | Neuinstallation, Wärmepumpen, höchste Effizienz | Nachrüstung mit 230-V-Infrastruktur | Nachrüstung mit 24-V-Infrastruktur, Geräuschsensible Installationen | Einzelraumlösung, vorhandene Verkabelung |
So kommunizieren Thermostat und Steuerung in einer smarten Fußbodenheizung
Bevor wir zur Installation kommen, ist es wichtig zu verstehen, wie die Komponenten zusammenarbeiten. Mit Ausnahme der Wandthermostate mit Schaltausgang sind bei einer smarten Fußbodenheizung zwei Ebenen im Spiel: die Raumthermostate an der Wand und der Controller im Heizkreisverteiler. Die Raumthermostate messen die Temperatur in jedem Zimmer und funken diese Information an den Controller im Heizkreisverteiler. Dieser entscheidet dann, welches Ventil wie weit geöffnet werden muss. Bei Homematic IP läuft diese Kommunikation per Funk. Sie brauchen also keine Kabel zwischen Wand und Verteiler zu verlegen.

Bei den Thermostaten haben Sie die Wahl: Batteriebetriebene Modelle kleben Sie einfach an die Wand oder schrauben sie fest. Sie sind schnell montiert und kommen etwa zwei Jahre mit einem Satz Batterien aus. Alternativ gibt es Unterputz-Thermostate wie das Glas-Wandthermostat, die Sie in vorhandene Schalterdosen einbauen. Diese werden mit Netzspannung versorgt und brauchen keine Batterien. Der Einbau erfordert aber elektrische Arbeiten durch eine Fachkraft.
Der Homematic IP Access Point oder die Home Control Unit verbindet alle Geräte mit Ihrem WLAN und ermöglicht die Steuerung per Smartphone-App. Sie sind die Zentrale des Systems und müssen an Ihrem Router angeschlossen werden.
Smarte Fußbodenheizung nachrüsten: Was geht in Eigenregie?
Die gute Nachricht: Vieles können Sie selbst erledigen. Die batteriebetriebenen Wandthermostate lassen sich ohne elektrische Arbeiten an der Wand befestigen. Die motorischen Stellantriebe stecken Sie einfach auf die Ventile im Heizkreisverteiler. Dank genormter Adapter passen sie in den meisten Fällen ohne Werkzeug. Das Anlernen der Geräte an den Access Point oder Home Control Unit erledigen Sie bequem per App. Sie scannen den QR-Code auf dem Gerät und schon ist es im System.

Sobald es aber um 230-V-Arbeiten geht, ist Schluss mit der Eigenleistung. Der elektrische Anschluss der Controller im Heizkreisverteiler oder die Verdrahtung zur Heizungsanlage darf nach VDE-Vorschriften nur eine Elektrofachkraft übernehmen. Das ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch des Versicherungsschutzes. Wenn Sie staatliche Förderung beantragen wollen, verlangt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ohnehin eine fachgerechte Installation mit entsprechender Bestätigung. Der Handwerker dokumentiert die Arbeiten und stellt Ihnen die nötigen Unterlagen aus.
In der Praxis sieht die Umrüstung dann so aus: Sie bestellen die Komponenten, montieren die Wandthermostate selbst und bestellen einen Elektriker für die Verkabelung im Verteiler. Je nach Umfang der Arbeiten ist er ein bis zwei Stunden vor Ort. Danach richten Sie das System über die App ein, legen Heizprofile an und justieren die Temperaturen nach Ihrem Geschmack.
Was kostet es, eine smarte Steuerung für die Fußbodenheizung nachzurüsten?
Die Kosten hängen davon ab, wie viele Räume Sie ausstatten möchten und welche Lösung Sie wählen. Für ein typisches Einfamilienhaus mit acht Heizzonen sind das bei der motorischen Variante: ein Access Point für rund 50 bis 60 Euro, ein Fußbodenheizungscontroller – 8fach, motorisch für rund 150 Euro, acht motorische Stellantriebe für etwa 160 Euro und acht Wandthermostate für 320 bis 400 Euro. Zusammen sind Sie bei rund 700 bis 800 Euro Material. Hinzu kommen die Installationskosten für den Elektriker, meist ein bis zwei Stunden Arbeitszeit.
Die 230-V- und 24-V-Varianten sind etwas günstiger, da die thermischen Stellantriebe weniger kosten oder bereits vorhanden sind. Hier liegen Sie bei etwa 600 bis 700 Euro für acht Räume. Die Einzelraumlösung mit Wandthermostat und Schaltausgang kostet pro Raum etwa 80 Euro – ideal zum schrittweisen Ausbau.
Starter-Sets sind oft günstiger als der Einzelkauf. Ein motorisches Set für fünf Räume inklusive Access Point und Raumthermostaten bekommen Sie ab etwa 500 Euro, für acht Räume ab 600 Euro. Bei jährlichen Heizkosten von 2500 Euro bedeuten 20 % Einsparung 500 Euro weniger Ausgaben pro Jahr. Die Investition hat sich also nach zwei Jahren amortisiert.
Der Staat unterstützt Sie dabei mit attraktiven Förderprogrammen. Details dazu finden Sie im Kasten „So unterstützt der Staat Ihre smarte Heizung“. So wird die smarte Fußbodenheizung nicht nur zu einer Investition in Komfort, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit Ihres Hauses.
Staatliche Förderung für Ihre smarte Heizung
Die Investition in eine smarte Fußbodenheizungssteuerung wird vom Bund großzügig gefördert. Zwei Wege stehen Ihnen offen:
BAFA-Förderung: Direkter Zuschuss
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst Einzelmaßnahmen zur Heizungsoptimierung mit 15 % der förderfähigen Kosten. Haben Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen lassen, steigen die Zuschüsse sogar auf 20 %. Gefördert werden nicht nur die Homematic IP Komponenten selbst, sondern auch die Handwerkerkosten und der hydraulische Abgleich. Voraussetzung: Ihre Heizungsanlage muss mindestens zwei Jahre alt sein. Wichtig ist, dass Sie den Antrag stellen, bevor Sie einen Kaufvertrag abschließen oder den Handwerker beauftragen. Die Abwicklung läuft komplett online über das BAFA-Portal.
Steuerliche Förderung: Unkompliziert absetzen
Wer keine Lust auf Anträge hat, wählt den steuerlichen Weg nach Paragraf 35c des Einkommensteuergesetzes. Sie ziehen 20 % der Investitionskosten, maximal 40000 Euro, über drei Jahre verteilt direkt von Ihrer Steuerschuld ab. Der Vorteil: Sie brauchen keinen Antrag im Vorfeld. Es reicht, wenn Ihr Fachunternehmen nach Abschluss der Arbeiten eine Bescheinigung ausstellt, die Sie dann bei Ihrer Steuererklärung einreichen. Diese Variante ist besonders für Eigenheimbesitzer attraktiv, die den bürokratischen Aufwand scheuen.
Praxis-Tipp
Lassen Sie sich von Ihrem Handwerker beraten, welcher Förderweg für Sie günstiger ist. Oft lohnt sich die BAFA-Förderung mehr, wenn Sie ohnehin größere Sanierungsarbeiten planen und einen Energieberater hinzuziehen. Für kleinere Einzelmaßnahmen ist die Steuerförderung meist der einfachere Weg.
Nice-to-know: Kühlen mit der Fußbodenheizung
Moderne Fußbodenheizungssteuerungen können deutlich mehr als nur die Temperatur regeln. Wenn Ihre Wärmepumpe im Sommer reversibel arbeiten kann, nutzen Sie die Fußbodenheizung zur Kühlung. Das System schaltet dann automatisch oder auf Knopfdruck in den Kühlmodus. Sie definieren eigene Kühlprofile genau wie bei der Heizung auch. Wichtig ist der eingebaute Kondensationsschutz: Die Wandthermostate messen permanent die Luftfeuchtigkeit. Droht der Taupunkt unterschritten zu werden, unterbricht das System die Kühlung, bevor sich Wasser auf dem Boden bildet.

Die intelligente Pumpensteuerung bringt weitere Einsparungen. In vielen Häusern läuft die Umwälzpumpe der Fußbodenheizung rund um die Uhr, obwohl gar nicht geheizt wird. Die Homematic IP Controller selbst oder ein verbundener Aktor schalten die Pumpe nur ein, wenn mindestens ein Heizkreis tatsächlich Wärme braucht. Sie können Vorlaufzeiten, Nachlaufzeiten und sogar eine wöchentliche Entkalkungsfahrt konfigurieren, die die Pumpe vor Verkalkung schützt. Das spart zusätzlich Strom.