ELV Smart Home Bodenfeuchtesensor Interface ELV-SH-SMSI
Smarte Gartenbewässerung
Endlich nach Feierabend die Füße hochlegen und den Bienen beim Arbeiten zusehen. Einmal eingestellt, läuft die Gartenbewässerung mit dem ELV Smart Home Interface ELV-SH-SMSI und dem Bewässerungsaktor ELV-SH-WSM mühelos und voll automatisiert. Die Feineinstellung für die perfekte Bewässerung braucht zwar etwas Zeit, Ihr Rasen oder Ihre Pflanzen werden es Ihnen aber sicher danken. Dann wirkt der Rasen in Nachbars Garten auch nicht mehr grüner! In Kombination mit dem Bodenfeuchtesensor SoMo1 lassen sich die Messwerte besonders einfach in Homematic IP integrieren und zur automatischen Steuerung nutzen – mit der Home Control Unit HCU1, dem Access Point und der App und natürlich auch mit der CCU3.
Infos zum Bausatz ELV-SH-SMSI


Bodenfeuchte messen mit Homematic IP – der einfache Weg
Mit der Smart Home Sensor-Base ELV-SH-BM-S, einem Powermodul und einem Sensorinterface ELV-AM-INT1 war es bereits, wie im Projekt beschrieben, zuvor möglich, den Bodenfeuchtesensor SoMo1 für die Messung der Bodenfeuchte und für eine bedarfsabhängige Bewässerung zu nutzen. Der Einsatz mehrerer universeller Module war jedoch etwas umständlich und auf den Einsatz mit einer CCU3 beschränkt.
Das Messen der Bodenfeuchte wird mit dem ELV-SH-SMSI nun wesentlich einfacher und ist auch für die Nutzer der Homematic IP App mit dem Homematic IP Access Point oder der Home Control Unit möglich. Das Interface muss lediglich in ein passendes, wetterfestes Gehäuse (beispielsweise Spelsberg Abox) eingesetzt und mit dem bereits aus früheren Projekten bekannten Bodenfeuchtesensor SoMo1 verbunden werden.
Als ideale Partner für die automatisierte Bewässerung eignen sich der Bewässerungsaktor ELV-SH-WSM und das Garten Ventil Interface ELV-SH-GVI. So wird neben der Bewässerung von Rasenflächen auch die optimierte Bewässerung von Hoch- oder Blumenbeeten zum Kinderspiel.
Zusammenbau und Inbetriebnahme
Bild 1 zeigt den Lieferumfang des komplett vorbestückten Bausatzes, Bild 2 die Platine und den Bestückungsdruck beidseitig im Detail. Der Zusammenbau benötigt nur wenige Schritte: Antennenhalter anbringen, Platine in eine Abox 040 einsetzen (Abox-i 040-L oder Abox 040-L) , Sensor vorbereiten, Ferritkern ergänzen und Sensor an die Schraubklemmen der Platine anschließen.


Schieben Sie die beiden Antennenhalter seitlich auf die Platine. Führen Sie die Antenne anschließend durch die oberen Löcher der Halter (Bild 3). Um ein Abscheren der kleinen Rastnasen an den Haltern beim Aufschieben auf die Platine zu vermeiden, biegen Sie den unteren Teil des Halters beim Aufschieben mit Ihrem Fingernagel oder einem flachen Werkzeug leicht nach unten.

Führen Sie den Kabelbinder von oben durch das linke der beiden Fixierlöcher vor den Schraubklemmen und führen Sie ihn dann durch das rechte Loch zurück nach oben. Der Rastkörper sollte sich anschließend dicht über der Platine befinden (Bild 4).

Wenn Sie die Gehäusevariante Abox 040-L verwenden, montieren Sie diese zunächst am Bestimmungsort, da die Platine sonst die Befestigungslöcher verdeckt. Dichten Sie anschließend die beiden Befestigungslöcher mit den beiden Gummiverschlüssen ab (Bild 5).

Wenn Sie die Abox-i 040-L verwenden, können Sie diese in diesem Schritt oder nach der Platinenmontage montieren. Entfernen Sie vor der Montage der Platine für diese Gehäusevariante die Gummiverschlüsse aus dem Gehäuseboden (Bild 6).

Fixieren Sie nun die Platine mit zwei Schrauben am Gehäuseboden, wofür je nach Gehäuse unterschiedliche Befestigungslöcher in der Platine genutzt werden (Bild 7).

Im nächsten Schritt wird der Sensor SoMol für die Montage am Interface vorbereitet. Schieben Sie den Ferritkern auf das Sensorkabel und positionieren Sie diesen ca. 5,5 cm vom Sensorgehäuse entfernt. Wickeln Sie das offene Kabelende noch zweimal eng anliegend durch den Ferritkern (Bild 8).

Öffnen Sie die elastische Kabeldurchführung vor den Schraubklemmen mit einem spitzen Gegenstand. Führen Sie das Sensorkabel von außen in das Gehäuse ein. Schließen Sie das Sensorkabel am Interface an, wie in Tabelle 1 und Bild 9 gezeigt. Legen Sie die Batterien polrichtig ein. Das Bodenfeuchtesensor Interface ist anschließend bereit zum Anlernen an eine Zentrale. Es folgt abschließend die Positionierung sowie Kalibrierung des Sensors im Erdreich.

Klemme und Signal | Kabelfarbe |
|---|---|
+3,3VDC | Braun |
GND | Schwarz |
SDA | Blau |
SCL | Weiß |
Bodenfeuchtesensor Interface am Access Point oder der Home Control Unit anlernen und konfigurieren
Wählen Sie den Eintrag „Gerät anlernen“ und folgen Sie dem Anmelde-Assistenten für die weitere Einrichtung des Interface. Ordnen Sie das ELV-SH-SMSI während des Anlernens einem Raum zu (Bild 10). Legen Sie gegebenenfalls einen neuen Raum an und geben Sie einen aussagekräftigen Namen für das Interface ein. Anschließend ist das Interface betriebsbereit.
Passen Sie ggf. über die Geräteliste noch Parameter zur Erfassung und Darstellung der Messwerte an (Bild 11). Über die beiden Referenzwerte Rohwert für 0 % und 100 % Bodenfeuchte können Sie den Mess- bzw. Anzeigebereich der Bodenfeuchte optimieren. Die dafür nötigen Rohwerte lassen sich durch Auswertung der Statusmeldungen bei entsprechenden Bedingungen ermitteln. Details dazu finden Sie im Abschnitt „Kalibrierung des Sensors“.
Das Messintervall definiert den Abstand zwischen den regelmäßigen Messungen der Bodenfeuchte. Da sich die Bodenverhältnisse normalerweise sehr langsam ändern, genügt hier ein relativ großes Messintervall. Kürzere Messintervalle erhöhen die Stromaufnahme und verkürzen damit die Batterielaufzeit. Um während einer Kalibrierung schnell zu neuen Messwerten zu kommen, kann jedoch eine vorübergehende Verkürzung des Intervalls sinnvoll sein.
Die Statusanzeige der Bodentemperatur und Bodenfeuchte werden in Abhängigkeit vom aktuellen Messwert farbig dargestellt. So sehen Sie schnell, ob sich die Messwerte in einem neutralen oder kritischen Bereich befinden. Über die beiden Schieberegler können Sie die Schwellen für die jeweiligen Bereichswechsel individuell festlegen.
Bodenfeuchtesensor Interface an die CCU3 anlernen und konfigurieren
Loggen Sie sich auf der WebUI Ihrer CCU3 ein und klicken Sie oben rechts auf „Gerät anlernen“. Wählen Sie im Pop-up-Fenster „HmIP Gerät anlernen“, um den Anlernmodus für 60 Sekunden zu starten. Geben Sie im Folgedialog unter Posteingang die Beschriftung des Geräts und der Kanäle ein (Bild 12) und ordnen Sie diese einem Raum oder Gewerk zu (siehe WebUI-Handbuch).

Nach der Anmeldung an der CCU3 ist das Interface betriebsbereit. Wählen Sie auf der Startseite „Status und Bedienung“ → „Geräte“ und klicken Sie in der Liste auf das ELV-SH-SMSI, um die aktuellen Messwerte des Sensors zu sehen (Bild 13).

Im Reiter „Einstellungen“ → „Geräte“ lassen sich diverse Konfigurationsparameter der verschiedenen Gerätekanäle anpassen (Bild 14). Im Kanal 0 können Sie beispielsweise das Sendeintervall der Statusmeldungen und die Schwelle für Low-Bat konfigurieren. Stellen Sie im Kanal 1 Parameter zur Messwerterfassung ein. Da sich Bodentemperatur und Bodenfeuchte üblicherweise sehr langsam ändern, sollte ein langes Intervall gewählt werden, um die Batterien zu schonen. Sollte es bei der Messung der Bodenfeuchte zu unregelmäßig streuenden Werten des empfindlichen Sensors kommen, erhöhen Sie den Wert für die Filtergröße, um mehrfach schnell hintereinander zu messen und daraus einen gefilterten Mittelwert als Messergebnis zu erzeugen. Über die Referenzwerte für 0 % und 100 % Bodenfeuchte optimieren Sie den Mess- bzw. Anzeigebereich der Bodenfeuchte. Die dafür nötigen Rohwerte können durch Auswertung der Statusmeldungen bei entsprechenden Bedingungen ermittelt werden. Weitere Details dazu finden Sie im Abschnitt Kalibrierung des Sensors.

Das Interface besitzt 4 Kanäle, die sich für bedingte Schaltbefehle zu verknüpften Aktoren nutzen lassen. Bei Kanal 2 und 3 können zwei verschiedene Schwellwertpaare für die Bodentemperatur definiert werden. Sollen Aktoren bei Über- oder Unterschreitung dieser Schwellen schalten, setzen Sie ein Häkchen, um die zugehörigen Telegramme zu senden (Bild 15). Bei Kanal 4 und 5 kann das Senden entsprechender Telegramme für zwei Bodenfeuchte-Schwellwertpaare konfiguriert werden.

Sensor kalibrieren
Abhängig vom vorhandenen Bodentyp fällt der mögliche Rohwertbereich des Sensors sehr unterschiedlich aus. Insbesondere ein hoher Tonanteil hat großen Einfluss auf den Wertebereich. Das bedeutet, dass die Rohwerte für trockene und nasse Böden mit verschiedener Zusammensetzung sehr verschieden sein können. Zudem kann der Boden für eine bestimmte Pflanze bereits deutlich zu feucht sein, während er für eine andere Pflanze noch eher trocken ist. Um den Anzeigebereich der Bodenfeuchte von 0% bis 100 % optimal zu nutzen, wird der Sensor auf den jeweiligen Boden oder die Anforderungen der überwachten Pflanzen kalibriert. Dies kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.
Methode 1: Bodenprobe – schnell, aber nicht immer exakt
Die vermeintlich schnelle Methode: Entnehmen Sie eine größere Bodenprobe, geben Sie diese zusammen mit dem Sensor in einen Topf und lassen Sie sie trocknen. Nach erfolgter Messung und Aussendung der Messwerte sehen Sie sich den zugehörigen Rohwert an und tragen diesen als Referenzwert für 0 % ein. Anschließend füllen Sie den Topf bis zur Sättigung mit Wasser und werten erneut den zugehörigen Rohwert aus. Hier gilt es zu überlegen, ob die maximale Speicherfähigkeit des Bodens als Referenz herangezogen werden soll – indem Sie überschüssiges Wasser abtropfen lassen – oder ob Sie einen übersättigten Boden mit Staunässe als 100 % definieren möchten.
Vor Übernahme der Rohwerte sollten Sie immer genügend Zeit für mindestens eine zyklische Messung und die verzögerte Statusmeldung einplanen. Zur Beschleunigung des Vorgangs können Sie in der Konfiguration auch das Messintervall vorübergehend verkürzen. Warten Sie jedoch mindestens 10 Minuten, bis Sie einen geänderten Bodenfeuchtezustand durch einen veränderten Rohwert ablesen. So lassen sich die physikalisch theoretisch möglichen Bereichswerte für trocken und feucht relativ schnell und gut für einen Bodentyp erfassen.
In der Praxis kann es anschließend dennoch zu anderen Messwerten kommen, da die relevanten elektromagnetischen Verhältnisse in einem Topf sich von den Verhältnissen in einem Gartenboden unterscheiden können.
Methode 2: beobachten und anpassen
Genauer, wenn auch langwieriger: Positionieren Sie den Sensor fest an der gewünschten Stelle in der Erde und beobachten Sie die Rohwerte über einen längeren Zeitraum mit trockenen und feuchten Perioden. Passen Sie anschließend die Referenzwerte entsprechend an. Achten Sie bei der Montage des Sensors im Boden darauf, dass der Sensor ohne Spiel fest in der Erde sitzt und Wasser nicht auf der Sensorfläche stehen bleibt, sondern leicht abfließen kann. Beseitigen Sie zudem Steine, Hohlräume oder andere Bodenanomalien nahe der Sensorfläche.
Automatische Bewässerung mit der Homematic IP App bei Einsatz von HCU1 oder Access Point einrichten
Um in der App eine Automatisierung für eine Bewässerung in Abhängigkeit der Bodenfeuchte einzurichten: Klicken Sie unten auf die drei Punkte (Mehr) und wählen Sie im Bereich „Sonstiges“ den Punkt „Automatisierung“ aus. Klicken Sie auf das große Plus am unteren Bildschirmrand, um eine neue Automatisierung anzulegen. Geben Sie einen passenden Namen ein. Bild 16 zeigt markante Schritte für die Einrichtung dieser Automatisierung. Definieren Sie als Auslöser die Uhrzeit und aktivieren Sie alle Wochentage. Wählen Sie als Zusatzbedingung den Bodenfeuchtesensor aus und stellen Sie ein „kleiner als“ für den gewünschten Feuchtewert ein. Klicken Sie auf das große Plus am unteren Bildschirmrand, um eine weitere Zusatzbedingung zu ergänzen. Hier wird als Bedingung eine Bodentemperatur von größer als 6 °C konfiguriert, damit nur während der Wachstumsphase eine Bewässerung erfolgt. Legen Sie im letzten Schritt als Aktion das Einschalten eines Bewässerungsaktors für die gewünschte Zeit fest.
Wichtig: Wenn Sie hier die Auswahl einer begrenzten Zeitdauer vergessen, käme es zu einer endlosen Bewässerung.
Die Automatisierung ist damit eingerichtet und Sie können die Vorzüge eines automatisierten Gartens genießen. Soll die Automation einmal vorübergehend deaktiviert werden: Wechseln Sie auf der Übersichtsseite der Automatisierung den Modus über den „Aktiv An/Aus“-Schalter.
Automatische Bewässerung mit der CCU3 und Direktverknüpfungen
In diesem Beispiel wird eine automatische Bewässerung über Direktverknüpfungen zu einem Gartenventil Interface ELV-SH-GVI mit einem integrierten HmIP-MOD-OC8 realisiert. Die Bewässerung soll dabei morgens um 5 Uhr beginnen und eine Stunde dauern, wenn der Boden für Wachstum warm genug, aber zu trocken ist. Für die UND-Verknüpfung dieser drei Bedingungen ist es erforderlich, die beiden in der Ansicht unteren (mit den höheren Kanalnummern) virtuellen Aktorkanäle des für die Bewässerung genutzten Aktors per AND zu verknüpfen (Bild 17).

Sind diese Kanäle noch nicht sichtbar, deaktivieren Sie in den Einstellungen bei der Benutzerverwaltung den Modus der vereinfachten Verknüpfungskonfiguration (Bild 18). Weitere Informationen zu den daraus resultierenden umfangreichen Möglichkeiten finden Sie in den Berichten zur Verknüpfungslogik der virtuellen Aktorkanäle und in der Funktionsbeschreibung der Aktorprofile.

Zu den drei virtuellen Aktorkanälen werden nun Verknüpfungen zu den bedingten Schaltbefehl-Kanälen des Bodenfeuchtesensor Interface und zum Aktor-internen Wochenzeitschaltprogramm angelegt. Im Beispiel wird Kanal 4 (Bodenfeuchte) mit Kanal 10 des Schaltmoduls verknüpft und ausgewählt, sodass dieser bei Unterschreitung des Bodenfeuchte-Schwellwerts einschaltet (Bild 19).

Kanal 2 des Sensors (Bodentemperatur) wird mit Kanal 11 des Aktors verknüpft und so eingestellt, dass der Aktorkanal bei Überschreitung der Bodentemperatur-Schwelle eingeschaltet wird (Bild 20).

Für Kanal 12 des Aktors wird das Wochenprogramm in den Geräteeinstellungen des Aktors für jeden Wochentag um 5 Uhr mit einer Einschaltdauer von einer Stunde aktiviert (Bild 21). Wenn nun alle drei virtuellen Aktorkanäle durch die jeweiligen Sensorkanäle und das Wochenprogramm gemeinsam eingeschaltet sind, erfolgt auch das Einschalten des Realkanals des Aktors und damit das Bewässern des Gartens.

Automatisierte Bewässerung über ein Programm auf einer CCU3
Eine Alternative zu der Lösung über Direktverknüpfungen kann ein CCU-Programm darstellen. Hier lassen sich durch mehrere „Sonst, wenn…“ Blöcke sogar Abfragen auf verschiedene Schwellen einbauen und in Abhängigkeit von der gemessenen Bodenfeuchte unterschiedlich lange Bewässerungsdauern realisieren (Bild 22).

Im Beispiel erfolgt zuerst eine Abfrage auf eine Unterschreitung der Bodenfeuchte auf den niedrigeren Wert von 20%, bei der dann eine Bewässerung von 60 Minuten erfolgt. Liegt die Bodenfeuchte zwischen 20% und 40%, erfolgt eine Bewässerung für 30 Minuten. Zusätzlich werden in den Bedingungsblöcken auch Temperaturschwellen abgefragt, um eine starke Bewässerung bei niedrigen Temperaturen und geringem Wachstum zu vermeiden. In gleicher Weise lassen sich noch feinere Abstufungen der Abfragen und der resultierenden Bewässerungsdauer einbauen. Wichtig bei diesem Programm: Die Auslösung des Programms erfolgt allein durch das Zeitmodul um 5 Uhr und alle anderen Abfragen sind nur als zu prüfende Zusatzbedingungen eingebaut. Anderenfalls könnten Bewässerungen mehrfach pro Tag und zu strategisch ungünstigen Zeiten stattfinden. Außerdem müssen die abgefragten Bodenfeuchteschwellen bei tieferstehenden Bedingungsblöcken immer in aufsteigender Reihenfolge stehen, weil sonst eine Abfragebedingung mit höherer Schwelle bereits erfüllt wäre, ohne dass zuvor oder anschließend noch eine niedrigere Schwelle geprüft würde.
Schaltungsbeschreibung
Der Mikrocontroller und das Funkmodul der Schaltung (Bild 23) werden aus zwei AA-Batterien über einen als reversible Sicherung dienenden PTC-Widerstand RT1 versorgt. Der Controller kommuniziert mit dem Funkmodul über eine SPI-Schnittstelle und erhält so beispielsweise Konfigurationsänderungen, die vom Controller intern dauerhaft gespeichert werden. Umgekehrt sendet der Controller über diese Schnittstelle Statusinformationen, Messergebnisse und Schaltbefehle per Funk zu den verknüpften Komponenten des Homematic IP Systems. Über die Systemtaste S1 lässt sich ein Werksreset durchführen: alle Konfigurationsparameter werden wieder auf ihren ursprünglichen Wert zurückgesetzt. Über den Taster lässt sich aber auch der Anlernmodus des Geräts neu starten, wenn das Gerät noch nicht im System ist. Die System-LEDs DS1 geben dabei immer optisch Rückmeldung über den aktuellen Status. Ansonsten verrichtet der Controller ganz unscheinbar seinen Dienst, indem er zyklisch Messungen der Bodenfeuchte und der Bodentemperatur mit einem an den Schraubklemmen angeschlossenen Sensor SoMo1 durchführt. Ein interner Timer lässt den Controller dazu im defaultmäßig eingestellten Messintervall über +UB-EN den Spannungswandler U2 aktivieren, der aus der Batteriespannung eine stabile Gleichspannung von 3,3V (+UB) erzeugt. Über UOUT-EN und die Transistorstufen aus Q5, Q2A und Q3A wird diese Spannung dann zu dem über die Schraubklemmen angeschlossenen Bodenfeuchtesensor zu dessen Versorgung durchgeschaltet.

Über +VDD1 aktiviert der Controller zudem für die 12C-Leitungen die Pegelwandlerstufe aus Q2B und Q3B mit den zugehörigen Widerständen. Sobald die Messergebnisse der auf der Sensorplatine verbauten Sensoren ausgelesen wurden, schaltet der Controller zur Stromverbrauchsminimierung die ganzen zuvor eingeschalteten Aktivierungspins wieder aus. Nun erfolgt intern noch eine Prüfung, ob sich Messwerte geändert haben und diese mit einer Statusmeldung per Funk mitgeteilt werden müssen oder ob eine konfigurierte Schwelle für die Aussendung eines bedingten Schaltbefehls an einen verknüpften Aktor erforderlich ist. Die Platine enthält zusätzlich noch einige alternative Bestückungsvarianten, die zur besseren Übersicht aber größtenteils nicht im Schaltbild dargestellt sind. Ansonsten sind unbestückte Bauteile im Schaltbild mit nip (not in place) gekennzeichnet (R7, R8, R21, D6).
Fazit
Die Kombination aus Bodenfeuchtesensor Interface ELV-SH-SMSI und Bodenfeuchtesensor SoMo1 macht die Bewässerung von Rasen und Pflanzen über Homematic IP einfach und bequem. Die Messung von Bodenfeuchte und -temperatur ermöglicht präzise und individuelle Automatisierungen. Die Sensoren lassen sich wetterfest in einer Aufputzdose Abox 040 verpacken. So ausgerüstet gehören vertrocknende Pflanzen oder stundenlanges Gießen der Vergangenheit an, und Sie können Ihren Garten rundum genießen.
Technische Daten
| Geräte-Kurzbezeichnung: | ELV-SH-SMSI |
| Versorgungsspannung: | 2x 1,5 V LR6/Mignon/AA |
| Stromaufnahme: | 150 mA max./50 μΑ typ. |
| Batterielebensdauer (typ.): | 3 Jahre |
| Empfängerkategorie: | SRD Category 2 |
| Funk-Frequenzband: | 868,0-868,6 MHz, 869,4-869,65 MHz |
| Duty-Cycle: | <1% pro h/<10% pro h |
| Funk-Sendeleistung: | 10 dBm max. |
Typ. Funk-Freifeldreichweite: | 270 m |
Externer Sensor: | SoMo1 |
Umgebungstemperatur: | -20 bis +55 °C |
Abmessungen (B x H x T): | 74 x 72 x 23 mm |
Gewicht (inkl. Batterien): | 80 g |
Stückliste
| Widerstände: | |
Ο Ω/SMD/0805 | R19 |
100 Ω/SMD/0402 | R9, R10 |
390 Ω/SMD/0402 | R5 |
1,5 ΚΩ/SMD/0402 | R4 |
4,7 ΚΩ/SMD/0402 | R2, R3 |
100 ΚΩ/SMD/0402 | R6, R14, R16, R20 |
PTC/0,5 A/6 V/SMD | RT1 |
| Kondensatoren: | |
6,8 pF/50 V/SMD/0402 | C8, C9 |
10 pF/50 V/SMD/0402 | C10, C11 |
22 pF/50 V/SMD/0402 | C26 |
1 nF/50 V/SMD/0402 | C3 |
100 nF/16 V/SMD/0402 | C5, C7, C16, C17, C19-C21, C25, C28 |
100 nF/25 V/SMD/0402 | C2 |
1 µF/16 V/SMD/0402 | C1, C23, C36 |
1 µF/50 V/SMD/0603 | C35 |
10 μF/16 V/SMD/0603 | C13, C18, C24 |
10 μF/16 V/SMD/0805 | C4, C6, C27 |
220 μF/16 V/SMD | C29 |
| Halbleiter: | |
EFM32PG22C200F256IM40-C | U1 |
MAX17225ELT/SMD | U2 |
DMG1016V-7/SMD | Q2, Q3 |
BC847C/SMD | Q5 |
SMAJ8.5A/SMD | D1 |
PESD3V3S1UB/SMD | D2, D3 |
Duo-LED/rot/grün/SMD | DS1 |
| Sonstiges: | |
Speicherdrossel, SMD,2,2 μΗ/1,5 Α | L1 |
Chip-Ferrite, 600 Ω bei 100 MHz, 0603 | L6, L7 |
Quarz, 32,768 kHz, SMD | Y1 |
Taster mit 0,9-mm-Tastknopf, 1x ein, SMD, 2,5 mm Höhe | S1 |
Schraubklemmen, 2-polig, Drahteinführung 90°, RM = 3,5 mm, THT, black | X1, X2 |
Batteriehalter mit THT-Batteriekontakten für 1x LR6 | BT1, BT2 |
Sender-/Empfangsmodul TRX1-TIF | A1 |
Antennenhalter für Platinen | |
Kabelbinder, 90 mm | |
Zylinder-Ferrit-Ringkern, 17,5 (9,5) x 28,5 mm | |
Kunststoffschrauben, 4,0 x 8 mm | |
QR-Code-Aufkleber für HMIP Geräte, weiß |


















