General Electric will bis zu 200 m hohe Windkraftanlagen-Türme im 3D-Druck herstellen

GE Renewable Energy, COBOD und LafargeHolcim arbeiten bei diesem Mammutprojekt eng zusammen und wollen mit dem 3-D-Betondruckverfahren sowohl die Herstellungskosten für Windkraftanlagen als auch deren Baukosten erheblich reduzieren.

Experimente mit 3-D-Betondruck gibt es auf der Welt bereits in großer Vielfalt. Das Dreier-Konsortium will diesem Verfahren nun mit bis zu 200 m hohen Türmen die Krone aufsetzen. Der erste Prototyp, ein 10 Meter hoher Turmsockel, wurde im Oktober 2019 in Kopenhagen erfolgreich gedruckt. Durch die Suche nach Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung höherer Türme, die stärkere Winde erfassen, wollen die drei Partner mehr erneuerbare Energie pro Turbine erzeugen. „Der 3D-Druck von Beton ist für uns eine vielversprechende Technologie, da seine unglaubliche Designflexibilität den Bereich der Konstruktionsmöglichkeiten erweitert. Als Nutzer und Förderer sauberer Energie freuen wir uns, unser Material- und Design-Know-how in dieses bahnbrechende Projekt einzubringen, das den kosteneffizienten Bau hoher Windturbinentürme und die Beschleunigung des Zugangs zu erneuerbaren Energien ermöglicht “, erklärte Edelio Bermejo, Leiter von F & E für LafargeHolcim.

Windturbinentürme, die traditionell aus Stahl oder Betonfertigteilen gebaut wurden, waren in der Regel auf eine Höhe von weniger als 100 Metern begrenzt, da die Breite des Sockels den Durchmesser von 4,5 Metern, der ohne übermäßige zusätzliche Kosten auf der Straße transportiert werden kann, nicht überschreiten darf. Durch den Druck einer Basis mit variabler Höhe direkt vor Ort mit 3D-gedruckter Betontechnologie können Türme mit einer Höhe von bis zu 150 bis 200 Metern gebaut werden. Typischerweise erzeugt eine 5-MW-Turbine auf 80 Metern jährlich 15,1 GWh. Im Vergleich dazu würde dieselbe Turbine auf 160 Metern 20,2 GWh oder mehr als 33% zusätzliche Leistung erzeugen.

 

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Screenshot: Firmenvideo GE