{"id":5174,"date":"2026-05-14T10:00:00","date_gmt":"2026-05-14T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/de.elv.com\/elvjournal\/?p=5174"},"modified":"2026-05-18T06:46:23","modified_gmt":"2026-05-18T04:46:23","slug":"mems-3-achsen-beschleunigungssensoren-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.elv.com\/elvjournal\/mems-3-achsen-beschleunigungssensoren-teil-2\/","title":{"rendered":"Innovative Bauteile (Teil 2): MEMS-3-Achsen-Beschleunigungssensoren"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-gray-light-color has-text-color has-link-color has-h-5-font-size wp-elements-40dc17b4a13dc3eab98f76a7605f7dc0\"><strong>Innovative Bauteile kurz beleuchtet (Teil 2)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">MEMS-3-Achsen-Beschleunigungssensoren<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Das Entwicklerteam von ELV und eQ-3 mit ca. 90 Entwicklern konstruiert j\u00e4hrlich bis zu 120 neue Produkte inklusive Weiterentwicklungen und Produktanpassungen. Internationale Bauteilehersteller informieren uns laufend \u00fcber aktuelle Bauteile und innovative Sensoren. An diesem Wissen m\u00f6chten wir Sie gerne teilhaben lassen. Wir stellen Ihnen spannende elektronische Bauteile mit umfassendem Hintergrundwissen, Datenbl\u00e4ttern und Anwendungsbeispielen vor. In diesem Beitrag geht es um MEMS-3-Achsen-Beschleunigungssensoren &#8211; winzig, genau und vielseitig.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die MEMS-Technologie<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn es um die Miniaturisierung mechanischer Strukturen geht, hat die klassische Feinwerktechnik schon seit Jahrzehnten ihre Grenzen erreicht. Sie erm\u00f6glicht zwar die Herstellung von Strukturen mit Abmessungen bis in den Sub-Millimeterbereich (1 mm = 10<sup>-3<\/sup>&nbsp;m), was aber f\u00fcr die Kombination mit halbleiterbasierter Mikroelektronik noch um Gr\u00f6\u00dfenordnungen zu gro\u00df ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Sub-Mikrometer- bis Nanometerabmessungen elektronischer Halbleiterstrukturen denen der mit ihnen zusammenarbeitenden mechanischen Komponenten anzugleichen, m\u00fcssen durchgehend die bei der Chipherstellung eingesetzten Methoden zum Einsatz kommen. Dann lassen sich mechanische Komponenten wie Zahnr\u00e4der, K\u00e4mme, Hebel, Federn, Lager usw. mit Mikroelektronik auf Siliziumchips gemeinsam schaffen und zu einem MEMS (Micro Electro Mechanical System = mikro-elektromechanisches System) kombinieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das Zusammenwirken von Lithografie, Material aufdampfen (deposition) durch Sputtern, Maskieren, Material entfernen (etching) durch \u00c4tzen, Oxidation und vielen weiteren Prozessschritten, entstehen auf einem Halbleiterwafer komplexe, extrem miniaturisierte Systeme f\u00fcr enorm vielf\u00e4ltige, sich st\u00e4ndig erweiternde Anwendungsbereiche.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>MEMS sind in Automobilbau, Medizintechnik, Elektronik, Kommunikation, Halbleitern, Luft- und Raumfahrt und vielen mehr anzutreffen. MEMS-Produkte werden heute in Airbagsensoren, Tintenstrahldruckk\u00f6pfen, Lese- und Schreibk\u00f6pfen von Computerfestplatten, Projektionschips, optischen Schaltern, Mikroventilen, Blutdrucksensoren, Biosensoren, Lagereglungssystemen f\u00fcr Luft- und Raumfahrt und weiteren Ger\u00e4ten eingesetzt. Eine Vorstellung von der Feinheit mikromechanischer Strukturen zeigt <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Bild&nbsp;1<\/mark> in einer elektronenmikroskopischen Aufnahme einer etwa 0,1 mm gro\u00dfen Milbe zusammen mit winzigen, mikromechanisch hergestellten Zahnr\u00e4dchen mit wenigen \u00b5m Durchmesser (Quelle: Sandia National Laboratories). Eine sch\u00f6ne Zusammenfassung zum Thema MEMS ist in der Themenwelt von <a href=\"https:\/\/www.bosch.com\/de\/stories\/themenwelten\/mems-micro-electro-mechanical-systems\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bosch<\/a> oder in <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/MEMS\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wikipedia<\/a> zu finden.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-bordered\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1357\" height=\"1600\" src=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild01_bauteile_t2-1357x1600.jpg\" alt=\"Bild 1: Der Gr\u00f6\u00dfenvergleich einer Hausmilbe mit mikromechanisch hergestellten Zahnr\u00e4dern demonstriert deren Winzigkeit im \u03bcm-Bereich.\" class=\"wp-image-5660\" srcset=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild01_bauteile_t2-1357x1600.jpg 1357w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild01_bauteile_t2-254x300.jpg 254w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild01_bauteile_t2-768x905.jpg 768w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild01_bauteile_t2-1303x1536.jpg 1303w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild01_bauteile_t2-1737x2048.jpg 1737w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild01_bauteile_t2.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 1357px) 100vw, 1357px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild 1: Der Gr\u00f6\u00dfenvergleich einer Hausmilbe mit mikromechanisch hergestellten Zahnr\u00e4dern demonstriert deren Winzigkeit im \u03bcm-Bereich.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beschleunigung<\/h2>\n\n\n\n<p>Unter Beschleunigung a (a: acceleration) versteht man in der Physik, die Zu- oder Abnahme der Geschwindigkeit \u0394v (v: velocity, dim v: m\/s) eines K\u00f6rpers in einem gewissen Zeitintervall \u0394t (t: time), es wird also \u0394v\/\u0394t bestimmt. Weil die Geschwindigkeits\u00e4nderung \u0394v in m\/s (Meter\/Sekunde) gemessen wird und das Zeitintervall \u0394t die Einheit s (Sekunde) hat, ist die Einheit der Beschleunigung m\/s\u00b2 (Meter pro Quadratsekunde).<\/p>\n\n\n\n<p>Kennt man die Masse m (m: mass, dim m: kg) des beschleunigten K\u00f6rpers, kann man mithilfe des 2. Newtonschen Gesetzes F = m \u00b7 a die Kraft F (F: force, dim F: N) berechnen, die erforderlich ist, um dem Objekt mit der Masse m die Beschleunigung a [a: acceleration, dim a: m\/s\u00b2] zu erteilen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F = m \u00b7 a<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel: Die Masse eines Motorrades einschlie\u00dflich Fahrer, Beifahrer und Gep\u00e4ck betr\u00e4gt 500 kg. Welche Motorkraft ist erforderlich, um es in 10 Sekunden von 0 auf 80 km\/h zu beschleunigen?<\/p>\n\n\n\n<p>Antwort: Zun\u00e4chst 80 km\/h in m\/s umrechnen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"557\" height=\"131\" src=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung02_bauteile_t2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5665\" style=\"width:199px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung02_bauteile_t2.jpg 557w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung02_bauteile_t2-300x71.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 557px) 100vw, 557px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Geschwindigkeits\u00e4nderung soll in 10 s erreicht werden, wof\u00fcr eine Beschleunigung von a = 2,22 m\/s\u00b2 erforderlich ist. Die Kraft in Newton [N] ist das Produkt aus Masse in kg und Beschleunigung in m\/s\u00b2, also<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"592\" height=\"128\" src=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung03_bauteile_t2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5666\" style=\"width:228px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung03_bauteile_t2.jpg 592w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung03_bauteile_t2-300x65.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Die Beschleunigung ist eine vektorielle Gr\u00f6\u00dfe! Sie wird in einem dreidimensionalen Raum, der durch ein kartesisches Koordinatensystem (mit senkrecht aufeinander stehenden x-, y- und z-Achsen) beschrieben wird, als Pfeil dargestellt. Die Pfeilspitze zeigt in Richtung der Beschleunigung und die Pfeill\u00e4nge gibt die St\u00e4rke der Beschleunigung an <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">(Bild&nbsp;2)<\/mark>. Die vektorielle Eigenschaft wird durch einen nach rechts weisenden Pfeil \u00fcber dem Variablenbuchstaben gekennzeichnet, z. B. als <strong>a<\/strong> (acceleration = Beschleunigung).<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-bordered\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1271\" height=\"1243\" src=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild02_bauteile_t2.jpg\" alt=\"Bild 2: Der dreidimensionale Beschleunigungsvektor a \uf0a8 ist die Summe von drei in die kartesischen Raumrichtungen weisenden Vektoren ax, ay und az.\" class=\"wp-image-5661\" srcset=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild02_bauteile_t2.jpg 1271w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild02_bauteile_t2-300x293.jpg 300w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild02_bauteile_t2-768x751.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1271px) 100vw, 1271px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild 2: Der dreidimensionale Beschleunigungsvektor a ist die Summe von drei in die kartesischen Raumrichtungen weisenden Vektoren ax, ay und az.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Zur Definition eines kartesischen Vektors: Ein beliebig im Raum liegender Vektor <strong>a<\/strong> setzt sich aus der Summe der drei Teilvektoren <strong>a<\/strong>x, <strong>a<\/strong>y und <strong>a<\/strong>z zusammen, die jeweils in Richtung der x-, y- und z-Achse des Koordinatensystems zeigen. Durch Addition der skalaren Komponenten dieser Teilvektoren erh\u00e4lt man die richtungsbestimmenden Komponenten des Summenvektors <strong>a<\/strong>. Seine L\u00e4nge (Betrag) wird aus der Wurzel der Summe seiner Komponentenquadrate berechnet. Das Gesagte ist in dieser Gleichung zusammengefasst:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1286\" height=\"326\" src=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung04_bauteile_t2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5667\" style=\"width:537px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung04_bauteile_t2.jpg 1286w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung04_bauteile_t2-300x76.jpg 300w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung04_bauteile_t2-768x195.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1286px) 100vw, 1286px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sensorprinzip<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt eine Vielzahl von Methoden, lineare Beschleunigungen messtechnisch zu erfassen. Eine besonders f\u00fcr die Integration in elektronische Systeme geeignete Form sind MEMS-Beschleunigungssensoren. Bei ihnen wird die Geschwindigkeitszunahme oder -abnahme durch die auf eine Testmasse wirkende Tr\u00e4gheitskraft bestimmt und in achsenbezogene Messwerte umgerechnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand von <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Bild&nbsp;3<\/mark> soll das Prinzip eines kapazitiven Beschleunigungssensors mit MEMS-Technologie beschrieben werden. In Blau ist eine federnd aufgeh\u00e4ngte, leitende Kammstruktur mit nach oben und unten weisenden Zinkenreihen dargestellt. Diese beweglichen Zinken greifen in fest auf dem Halbleitersubstrat angebrachte, kammf\u00f6rmige Gegenstrukturen, mit denen sie zwei Kondensatoren bilden \u2013 einen oberen und einen unteren. Wird nun diese MEMS-Struktur quer zur Zinkenrichtung beschleunigt, bewirkt die Tr\u00e4gheit des beweglichen Doppelkamms, dass die zwischen den oberen Kammzinken ausgebildeten Kapazit\u00e4ten wegen des verringerten Zinkenabstands zunehmen und die zwischen den unteren Kammzinken wegen des vergr\u00f6\u00dferten Zinkenabstands abnehmen \u2013 oder umgekehrt. Gem\u00e4\u00df der Gleichung Q = C \u00b7 U \u00e4ndert sich die in den beiden Kondensatoren gespeicherte Ladung proportional zur Kapazit\u00e4tsver\u00e4nderung, was sich messtechnisch auswerten l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:70%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-bordered\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--20)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild03_bauteile_t2-1600x1200.jpg\" alt=\"Bild 3: Die Tr\u00e4gheit einer elastisch aufgeh\u00e4ngten leitf\u00e4higen Kammstruktur bewirkt Kapazit\u00e4ts\u00e4nderungen gegen\u00fcber den Zinken einer fest auf dem Chipsubstrat verankerten Kammstruktur\" class=\"wp-image-5662\" style=\"width:1110px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild03_bauteile_t2-1600x1200.jpg 1600w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild03_bauteile_t2-300x225.jpg 300w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild03_bauteile_t2-768x576.jpg 768w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild03_bauteile_t2-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild03_bauteile_t2.jpg 1775w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild 3: Die Tr\u00e4gheit einer elastisch aufgeh\u00e4ngten leitf\u00e4higen Kammstruktur bewirkt Kapazit\u00e4ts\u00e4nderungen gegen\u00fcber den Zinken einer fest auf dem Chipsubstrat verankerten Kammstruktur<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Ermittlung der x-, y- und z-Komponenten des r\u00e4umlichen Beschleunigungsvektors <strong>a<\/strong> wirken drei orthogonal orientierte MEMS-Strukturen gem\u00e4\u00df<mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\"> Bild&nbsp;3<\/mark> f\u00fcr die Raumrichtungen zusammen. <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Bild&nbsp;4<\/mark> zeigt stark vereinfacht das Blockschaltbild einer m\u00f6glichen Messanordnung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-bordered\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"469\" src=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild04_bauteile_t2-1600x469.jpg\" alt=\"Bild 4: Die Ladungsver\u00e4nderungen auf den Zinken der Kammstrukturen werden im I2C- oder SPI-Format als 12-Bit-Werte ausgegeben.\" class=\"wp-image-5663\" srcset=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild04_bauteile_t2-1600x469.jpg 1600w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild04_bauteile_t2-300x88.jpg 300w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild04_bauteile_t2-768x225.jpg 768w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild04_bauteile_t2-1536x451.jpg 1536w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild04_bauteile_t2-2048x601.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild 4: Die Ladungsver\u00e4nderungen auf den Zinken der Kammstrukturen werden im I2C- oder SPI-Format als 12-Bit-Werte ausgegeben.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einsatzgebiete<\/h2>\n\n\n\n<p>MEMS-3-Achsen-Beschleunigungssensoren finden vielf\u00e4ltigen Einsatz<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>in der Messung von (linearen) Beschleunigungen<\/li>\n\n\n\n<li>f\u00fcr die Feststellung von Vibrationen an Geb\u00e4uden und Maschinen<\/li>\n\n\n\n<li>zur Ausl\u00f6sung von Airbags in Fahrzeugen<\/li>\n\n\n\n<li>in aktiven Fahrzeug-Federungssystemen<\/li>\n\n\n\n<li>in Alarmanlagen bei beweglichen G\u00fctern oder als Ber\u00fchrungssensor<\/li>\n\n\n\n<li>als Head-Crash-Schutz bei Festplatten<\/li>\n\n\n\n<li>in Health-Care-Anwendungen (Gesundheitsvorsorge, \u00dcberwachung)<\/li>\n\n\n\n<li>bei Crashtests in den Dummys und Fahrzeugen<\/li>\n\n\n\n<li>in der Sensorik von Digitalkameras in Smartphones<\/li>\n\n\n\n<li>f\u00fcr Schadensuntersuchungen beim Warentransport<\/li>\n\n\n\n<li>in Beschleunigungsschreibern und Seismographen auf dem Gebiet der Seismik und der Erdbeben\u00fcberwachung<\/li>\n\n\n\n<li>zur Neigungsmessung in statischen Systemen (d. h., solange andere Beschleunigungen im Vergleich zur Erdbeschleunigung vernachl\u00e4ssigbar sind)<\/li>\n\n\n\n<li>in aktiven Lautsprechern (motional feedback)<\/li>\n\n\n\n<li>zusammen mit Gyroskopen zur Lageregelung oder Stabilisierung von Luftfahrzeugen wie Hubschraubern oder Drohnen<\/li>\n\n\n\n<li>zur Steuerung von Videospielen und in Augmented-Reality-Anwendungen<\/li>\n\n\n\n<li>im Aufzugbau<\/li>\n\n\n\n<li>f\u00fcr die Satelliten- und Raketentechnik<\/li>\n\n\n\n<li>in der Analyse von Fahrzeugbewegungen<\/li>\n\n\n\n<li>f\u00fcr die Autoelektronik<\/li>\n\n\n\n<li>in Fitnessanwendungen<\/li>\n\n\n\n<li>usw.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erdbeschleunigung<\/h2>\n\n\n\n<p>Liegt der Sensor unbewegt auf einer horizontalen Unterlage, ist die z-Komponente maximal, die x- und y-Komponente jeweils 0. Das r\u00fchrt daher, dass der Sensor nun ausschlie\u00dflich die durch das Gravitationsfeld (Schwerefeld) der Erde verursachte Erdbeschleunigung misst, die mit sehr hoher Genauigkeit lotrecht auf der Erdoberfl\u00e4che steht. Sie ist f\u00fcr die Beschleunigung eines frei fallenden K\u00f6rpers verantwortlich und wird deshalb auch Fallbeschleunigung genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter der idealisierenden Voraussetzung einer absolut runden Erdkugel mit vollst\u00e4ndig homogener Massenverteilung w\u00e4re die durch die reine Massenanziehung verursachte Gravitationskraft und damit die Fallbeschleunigung \u00fcberall auf der Erdoberfl\u00e4che die gleiche. In der Realit\u00e4t sind aber die Pole der Erde abgeplattet und Gebirge sowie unterschiedliche Gesteinsschichten im Erdinneren verursachen eine (sehr geringe) ortsabh\u00e4ngige Variation der reinen zum Erdmittelpunkt gerichteten Gravitationskraft. Ihr entgegen wirkt aber die Zentrifugalkraft (Fliehkraft), die ein K\u00f6rper durch die Erdrotation erf\u00e4hrt. Diese Zentrifugalkraft ist im Bereich des \u00c4quators am gr\u00f6\u00dften, um dann mit zunehmender geografischer n\u00f6rdlicher und s\u00fcdlicher Breite abzunehmen und an den Polen zu verschwinden. Diese Tatsache, verbunden mit der Abplattung des Erdgeoids an den Polen, bewirkt, dass hier die Gewichtskraft am gr\u00f6\u00dften ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die lokale Fallbeschleunigung innerhalb Deutschlands kann mit einem N\u00e4herungswert von 9,81 m\/s\u00b2 angegeben werden, der breitenabh\u00e4ngig um bis zu \u00b10,004&nbsp;m\/s\u00b2 schwankt. Die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) gibt eine N\u00e4herungsformel f\u00fcr das mathematische Modell des Normalschwerefeldes g\u2080 an, in der \u03c6 die geografische Breite und HP die H\u00f6he \u00fcber dem Meeresspiegel darstellt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"133\" src=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung05_bauteile_t2-1600x133.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5668\" style=\"width:708px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung05_bauteile_t2-1600x133.jpg 1600w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung05_bauteile_t2-300x25.jpg 300w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung05_bauteile_t2-768x64.jpg 768w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung05_bauteile_t2-1536x127.jpg 1536w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/gleichung05_bauteile_t2.jpg 1604w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Daraus folgt f\u00fcr<br>M\u00fcnchen: \u03c6 = 48,1372\u00b0, H<sub>P<\/sub> = 518&nbsp;m, g\u2080 = 9,809034425&nbsp;m\/s\u00b2,<\/p>\n\n\n\n<p>Frankfurt: \u03c6 = 50,1109\u00b0, H<sub>P<\/sub> = 112&nbsp;m, g\u2080 = 9,810803129&nbsp;m\/s\u00b2,<\/p>\n\n\n\n<p>Hamburg: \u03c6 = 53,595\u00b0, H<sub>P<\/sub> = 8,6&nbsp;m, g\u2080 = 9,813694777&nbsp;m\/s\u00b2.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bewegungsbeschleunigung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wird der 3D-Sensor zus\u00e4tzlich zur allgegenw\u00e4rtigen Erdbeschleunigung einer weiteren Beschleunigung im Raum ausgesetzt, die vom Vektor <strong>a<\/strong> repr\u00e4sentiert wird, nehmen die x-, y- und z-Sensoren die in die Richtung der Koordinatenachsen wirkenden Teilbeschleunigungen auf, aus denen sich Orientierung (Richtung) und St\u00e4rke (Betrag) des Vektors ableiten lassen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">ELV Smart Home Temperatur- und Beschleunigungssensor ELV-SH-TACO<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>ELV hat mit dem <span data-tooltip=\"160516\" class=\"dhsv-product-tooltip\">ELV-SH-TACO<\/span><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\"> (Bild&nbsp;5)<\/mark> f\u00fcr das Homematic IP System einen Sensor entwickelt, der seine Temperature (Temperatur), Acceleration (Beschleunigung), Concussion (Ersch\u00fctterung) und Orientation (Ausrichtung) erfassen kann.<br>Bis auf die Temperatur (T), die von einem NTC (Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten) erfasst wird, dessen Wert sich verkleinert, wenn seine Temperatur zunimmt, auch Hei\u00dfleiter genannt, liefert ein triaxialer MEMS-Beschleunigungssensor BMA400 von der Bosch Sensortec GmbH die drei restlichen Gr\u00f6\u00dfen (ACO) mit 12-Bit-Aufl\u00f6sung \u00fcber I\u00b2C- oder SPI-Schnittstelle. <br><br><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-bordered\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1536\" height=\"1600\" src=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild05_bauteile_t2-1536x1600.jpg\" alt=\"Bild 5: ELV Smart Home Temperatur- und Beschleunigungssensor Au\u00dfenbereich ELV-SH-TACO\" class=\"wp-image-5664\" srcset=\"https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild05_bauteile_t2-1536x1600.jpg 1536w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild05_bauteile_t2-288x300.jpg 288w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild05_bauteile_t2-768x800.jpg 768w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild05_bauteile_t2-1475x1536.jpg 1475w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild05_bauteile_t2-1966x2048.jpg 1966w, https:\/\/elvjournal.elv.com\/wp-content\/uploads\/bild05_bauteile_t2.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild 5: ELV Smart Home Temperatur- und Beschleunigungssensor Au\u00dfenbereich ELV-SH-TACO<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Zwei Interruptausg\u00e4nge k\u00f6nnen beispielsweise die signalverarbeitende Elektronik bei Grenzwert\u00fcberschreitungen aus dem Schlafzustand wecken. Der extrem niedrige Stromverbrauch des BMA400 erm\u00f6glicht im Zusammenwirken mit dem Ultra-Low-Power-Sub-GHz-Funkmodul CC1310 von Texas Instruments den drahtlosen Betrieb des TACO \u00fcber mindestens zwei Jahre, ohne die eingesetzte AA-1,5-V-Batterie wechseln zu m\u00fcssen. Eine detaillierte Beschreibung der Funktion und des Zusammenbaus finden Sie in dem <a href=\"https:\/\/de.elv.com\/elvjournal\/elv-sh-taco-beschleunigungssensor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fachbeitrag \u201eUniversaltalent \u2212 Temperatur- und Beschleunigungssensor ELV-SH-TACO\u201c<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls poster=\"\" src=\"https:\/\/downloads.elv.com\/downloads\/videos\/160516_elv_stellt_vor_temperatur_und_beschleunigungssensor_fuer_die_sh_base.mp4\" playsinline><\/video><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Winzig, pr\u00e4zise, sparsam: MEMS-3-Achsen-Beschleunigungssensoren erfassen Beschleunigung, Vibration und Neigung in x\/y\/z. 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